Es ist bekannt, daß sich das Philosophieren Peircens am Kategorienproblem entzündet hat. Weniger bekannt ist, daß Peirce dieses Problem zunächst nicht vom Standpunkt Kants, sondern von jenem Schillers her konzipiert. Es sind die Ästhetischen Briefe, in denen Peirce “in an al-most unrecognizable disguise” seine Kategorien vorgebildet sieht: physischer, ästhetischer und moralischer Zustand, so erläutert Schiller im 25. Brief, sind “drey Momente”, die sich nicht nur “bey jeder einzelnen Wahrnehmung eines Objekts unterscheiden” lassen, sondern zudem sowohl “verschiedene Epochen für die Entwick-lung der ganzen Menschheit” als auch solche der Entwicklung “eines einzelnen Menschen” darstellen. Von diesem teleologischen Ansatzpunkt her läßt sich die übergreifende systematische Perspektive, in der die kategoriale Semiotik Peircens entsteht, als eine Reflexion auf die Bedingungen der Konkretisierung jener auch von Kant im ideenlogischen Rahmen thematisierten Historizität und Dynamik der “fragenden Vernunft” fixieren. Alessandro Topa, geb. 1970 in Mailand, studierte Philosophie, Kommunikationsforschung und Romanistik in Bonn, wo er 2006 mit vorliegender Untersuchung promovierte. Arbeitsschwerpunkte/historisch: griechische Philosophie, Deutscher Idealismus, Pragmatismus; Arbeitsschwerpunkte/systematisch: Ontologie, Logik, Ästhetik, Handlungstheorie, Semiotik, Geschichtsphilosophie.
Die Genese der Peirce’schen Semiotik – Teil 1: Das Kategorienproblem (1857-1865) – Alessandro Topa – ISBN 9783826035081 / 978-3-8260-3508-1 / 978-3-82-603508-1
58,00 € Ursprünglicher Preis war: 58,00 €34,80 €Aktueller Preis ist: 34,80 €.
Kategorie: Philosophie
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