Verstehst du auch, was du liest? Wie rasch ist dein Urteil gefällt?
Kaum ein anderes Buch der frühen Neuzeit irritiert, konfrontiert, ja kompromittiert seinen Leser derart wie das 1597 gedruckte Lalebuch. Diese Untersuchung zeichnet die kommunikativen Schwierigkeiten nach, die sich aus der verdeckten Komplexität des frühneuzeitlichen Werkes ergeben: Das Lalebuch erfordert wie fördert die aktive Mitarbeit des Lesers und wird hierin zum weltanlogen Erfahrungs- und Bewährungsraum, der dem Leser die Möglichkeit bietet, an und mit dem Gegenstand zu wachsen. Es ist ein intendiertes opus in fieri.
Diese Monographie präsentiert eine neue Lesart des Lalebuchs, nicht zuletzt dadurch, dass es das Werk in eine alte Tradition stellt, nämlich in diejenige der klassischen Rhetorik und Philosophie, für die das Anspruchsvolle nicht ohne geistige Beanspruchung zu haben ist.
Die Autorin:
Sylvia Jurchen, Studium der Germanistik und Slawistik in Jena, wurde mit der vorliegenden Arbeit 2017 an der Technischen Universität Chemnitz, wo sie seit 2011 Wissenschaftliche Mitarbeiterin ist, promoviert.





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